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In rund zweieinhalb Monaten blickt die Welt auf Brasilien – die Fußballwelt zumindest. Während das südamerikanische Land mit der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer 2014 in den Focus rückt, könnte der fünftgrößte Staat der Erde künftig auch in der Automobilwelt eine größere Rolle spielen als bislang.
So gehen Experten davon aus, dass sich die Neuzulassungen bis 2020 auf über 6,6 Millionen Fahrzeuge pro Jahr verdoppeln. Der Wohlstand in dem heutigen Schwellenland steigt rasant, mit der wohlhabenden Mittelschicht wächst der Fahrzeugmarkt. So könnte Brasilien in sechs Jahren hinter China und den USA der drittgrößte Einzelmarkt der Welt werden. Derzeit kommen auf 1.000 Einwohner etwa 200 Pkw. Zum Vergleich: In Deutschland sind es laut Kraftfahrt Bundesamt etwa 535 Autos.
Die Voraussetzungen in der florierenden, sechsgrößten Volkswirtschaft der Welt sind gegeben: Das Land verfügt über das zweitlängste Straßensystem der Welt. In den ersten Monaten dieses Jahres ist der brasilianische Automarkt um fünf Prozent gewachsen, so Zahlen des Verbands der Automobilindustrie. Der VDA prognostiziert Brasilien für dieses Jahr ein Wachstum von rund zwei Prozent. Für die globalen Autohersteller ist der Markt ein lukratives Ziel, im Gegensatz zu den gesättigten Märkten der westlichen Welt.
Gegensätzlich sind auch die Bedürfnisse der Autokäufer: Spielen Diesel-Pkw außerhalb von Europa schon nur eine kleine Rolle, so existieren sie in Brasilien überhaupt nicht. Um ihr Land unabhängiger von Ölimporten zu machen, beschloss die brasilianische Regierung 1972 das Programm „Proalcool“ zur Herstellung von Biokraftstoff aus Zuckerrohr. Diesel-Pkw mit weniger als einer Tonne Zuladung wurden nicht mehr zugelassen.
Heute sind nach Angaben des Autozulieferers Bosch deshalb rund 90 Prozent aller vom Band rollenden Pkw für den Flex-Fuel-Betrieb ausgelegt. Mit der von den Stuttgartern speziell für den brasilianischen Markt entwickelten Technik können die beiden Kraftstoffarten Benzin und Ethanol in beliebiger Mischung oder einzeln verwendet werden.
Trotzdem beträgt der Dieselanteil des im Straßenverkehr verfeuerten Kraftstoffs laut Bosch immerhin rund 50 Prozent. Der Grund: Der Warentransport erfolgt fast ausschließlich über Lkw und das Hauptverkehrsmittel sind noch immer Busse. In Deutschland liefen im vergangenen Jahr etwa 77 Prozent des Güterverkehrs über die Straße, der Rest über die Schiene oder Binnenschifffahrt – zwei Transportwege, die in Brasilien praktisch keine Rolle spielen.
geschrieben von auto.de/sp-x veröffentlicht am 01.04.2014 aktualisiert am 01.04.2014
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