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Bis zu drei Werke in Europa will General Motors in den nächsten zwei bis fünf Jahren schließen. Nach einem Bericht der „Automotive News Europe“ stehen das Fahrzeugwerk im portugiesischen Azambuja und das Astra-Werk im britischen Ellesmere Port vor dem Aus. Die Schließung von drei Produktionsstätten sei allerdings „ein Extrem-Szenario, das wir aber nicht als wahrscheinlich ansehen“, sagte GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster dem Fachblatt. Als gesichert gelten nur Eisenach, Gleiwitz, Rüsselsheim und Zaragossa.
Zugleich hat der Konzern einen harten internen Wettbewerb um die Produktion der nächsten Modellgeneration des Opel Astra ausgerufen. Fünf Standorte bewerben sich um die Fertigung des Kompaktwagens, der 2009 erneuert werden soll: Bochum, Ellesmore Port, Antwerpen, Gleiwitz und das schwedische Saab-Werk Trollhättan. Der Forderungskatalog der Unternehmensleitung umfasst rund 20 Punkte und schließt etwa die Auslagerung von Komponentenfertigungen, flexiblere Arbeitszeiten und die Kürzungen von übertariflichen Leistungen und Zulagen ein. Betriebsratschef Klaus Franz bezeichnete die Forderungen als „Horrorkatalog“.
Unterdessen hat das Opel-Werk im polnischen Gleiwitz den Zuschlag für die Produktion einer neuen Astra-Variante erhalten. Die kompakte Stufenheck-Limousine soll ab Mitte 2007 vom Band laufen und vor allem in Osteuropa sowie möglicherweise in Südeuropa angeboten werden. Die drei anderen Astra-Werke hätten sich um die Fertigung dieser Modellvariante nicht beworben, so Opel-Chef Hans Demant gegenüber „Automotive News Europe“.
mid
geschrieben von veröffentlicht am 15.05.2006 aktualisiert am 15.05.2006
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