Potenziale von Elektromobilität in China, Indien und Europa im Vergleich

Die Potenziale von Elektromobilität in China, Indien und Europa vergleicht und analysiert die Würzburger Sinologie-Professorin Dr. Doris Fischer mit einem internationalen Team seit zwei Jahren. Zudem werden Möglichkeiten und Hindernisse von Windkraft erforscht. Gemeinsam mit 13 Wissenschaftlern aus aller Welt wird dabei grünen Technologien in den drei Weltregionen auf den Zahn gefühlt.

Eine jetzt verlautbarte Erkenntnis ist, dass die Elektrofahrrad-Industrie in China einen deutlichen Wissensvorsprung hat. In China werden jährlich über 20 Millionen strombetriebene Fahrräder verkauft und mehr als 120 Millionen dieser Zweiräder sind bereits auf den Straßen unterwegs. Unklar ist laut Prof. Fischer dagegen, ob die chinesische Industrie das Wissenspotenzial auch für Autos nutzen kann. Derzeit sei China für die Herstellung hochwertiger Elektrofahrzeuge auf das Know-how aus dem Westen angewiesen, so die Inhaberin des Lehrstuhls für China Business and Economics der Universität Würzburg. Nach ihrer Erkenntnis blockiere nicht der Staat, sondern die Autoindustrie den Wandel zur Elektromobilität. Auch sieht sie Schuld bei den deutschen Autofahrern und Verbrauchern, die sich nicht ernsthaft auf den Wandel einließen, weil das Elektroauto nicht als Statussymbol gesehen werde. Im asiatischen Raum dagegen kämen die kleinen, schlanken und energieeffizienten Elektro- und Hybridmodelle bei den Kunden gut an. Die Sinologin glaubt, dass die Verweigerungshaltung deutscher Konzerne und Konsumenten auf den Mobilitätsgewohnheiten basiere. Die Vorstellung, jederzeit Strecken von 500 Kilometern fahren zu können, sei eng an Benzin- oder Dieselantriebe geknüpft. Darauf, dass die wenigsten tatsächlich so weit fahren, wolle sich die Autoindustrie nicht einstellen. Das Forschungsprojekt soll Ende 2013 abgeschlossen werden. Fischer bezweifelt, dass die Chancen für Alternativ-Technologien bis dahin steigen. Dazu sei eine Förderung von staatlicher Ebene nötig, die nach Meinung der Professorin nicht in ausreichendem Maß stattfinde.

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