Ihre persönliche Autoberatung
0800 - 40 30 182
Opel Zafira
Grünes Licht für den Opel Zafira: Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) wird dem überarbeiteten Diesel-Modell der Rüsselsheimer die Zulassung erteilen. Das teilte das Bundesverkehrsministerium (BMVI) mit und bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Bild am Sonntag“. Zweifel an der Software zur Motorsteuerung sind damit ausgeräumt.
„Das KBA wird für die genannten neuen Fahrzeugmodelle mit einem 2.0-Liter-Dieselmotor die Genehmigung erteilen“, sagte BMVI-Sprecher Jan Garvert. Das solle im Laufe des Montags geschehen, heißt es. Das KBA konnte zuvor mit seinen Prüfungen auf dem Rollenprüfstand, auf der Straße und anhand der offen gelegten Software bestätigen, dass die erfolgten Änderungen eine deutliche Verbesserung der NOx Emissionen erbringen.
Welche entscheidenden Veränderungen gibt es beim Zafira gegenüber der bisherigen Motorsteuer-Software?
Es findet nun keine geschwindigkeitsabhängige Abschaltung der AdBlue Einspritzung mehr statt, im Vergleich zu bisher bei 145 km/h. Die Abgasreinigung findet nunmehr bis zu einer Höhe von etwa 1.600 Höhenmeter, in reduzierter Ausprägung sogar bis zu rund 2.600 Höhenmeter statt. Zudem arbeitet die Abgasreinigung jetzt im Bereich zwischen -8° Grad Celsius dnd 50° Grad Celsius; die bisherigen Werte lagen bei 17° Grad Celsius und 33 Grad Celsius.
Opel hatte im Frühjahr 2016 „Euro-6-SCR-Verbesserungen“ für 57.000 bereits verkaufte Fahrzeuge vom Zafira Tourer, Insignia und Cascada angekündigt. Ab Juni 2016 sollte in einer Service-Aktion ein Software-Update aufgespielt werden, das die Funktionsweise des Harnsäure-Katalysators verbessert. Ab August 2016 sollten die Maßnahmen in Neuwagen umgesetzt werden.Wie die „BamS“ berichtet, holten sich die Beamten für die Prüfung des Diesels sogar Hilfe bei einem Computer-Hacker, der die neue Software prüfte. Das neue System zur Abgasbehandlung wirke deutlich stärker, die Emissionen konnten spürbar gesenkt werden, heiße es in einem internen Prüfbericht.
Opel sieht sich beim alten Zafira-Modell Vorwürfen ausgesetzt, ähnlich wie VW eine illegale Abschaltvorrichtung eingebaut zu haben. Die Rüsselsheimer haben den Vorwurf stets zurückgewiesen und die Reduzierung der Abgasreinigung in großen Temperaturbereichen und bei hohen Geschwindigkeiten mit dem Schutz wichtiger Bauteile im Fahrzeug begründet. Das sei technisch notwendig und legal.
geschrieben von MID veröffentlicht am 01.08.2016 aktualisiert am 01.08.2016
Auf auto.de finden Sie täglich aktuelle Nachrichten rund ums Auto. All das gibt es auch als Newsletter - bequem per E-Mail direkt in Ihr Postfach. Sie können den täglichen Überblick zu den aktuellen Nachrichten kostenlos abonnieren und sind so immer sofort informiert.